Wer denn sonst als Ben Maher und Explosion W

Das überragende Paar der Saison 2019 lieferte im Superfinale in Prag den einzigen Doppelnuller – Ben Maher und Explosion W. (Foto: Stefano Grasso)

Es konnte eigentlich nur einer ganz oben auf dem Podium im LGCT Super Cup stehen, wenn man die LGCT-Saison 2019 betrachtet. Und dieser Reiter mit dem absoluten Superstar unter dem Sattel enttäuschte in der O2-Halle in Prag seine Fans nicht: Der Brite Ben Maher und sein zehn Jahre alter Chacco-Blue-Sohn Explosion W gewannen den mit 1,25 Mio. Euro dotierten LGCT Super Grand Prix in eindrucksvoller Manier in zwei fehlerfreien Runden (0/68,96), freilich hatte er auch das Glück auf seiner Seite, sprang doch einmal die Stange an einem Steilsprung gefährlich hoch. Doch sie fiel wieder in die Auflage zurück und das Paar lieferte damit die einzige Doppel-Nullrunde ab, so gab es kein Stechen um das Sieggeld von 300 000 Euro. Auf Platz zwei platzierte sich Darragh Kenny mit Balou de Reventon. Der Ire war zuerst tief enttäuscht, als er in Runde eins einen Zeitfehler hatte (2/72,37). Europameister Martin Fuchs kämpfte sich mit Clooney nach einer  sehr schnellen und fehlerfreien zweite Runde auf den dritten Platz (4/ 63,13) vor. Die beiden Deutschen Marcus Ehning und Daniel Deusser belegen nach jeweils einem Abwurf auf Cornado NRW und Tobago Z die Plätze vier und sechs.

Ben Maher sagte mit Tränen in den Augen: «Ich hatte niemals ein besseres Gefühl als hier bei diesem Publikum. Ich wollte eine weitere Nullrunde drehen, es klappte fantastisch und ich wusste, das wird mein Tag. Keine Worte können dieses Pferd erklären: Explosion W ist magisch.» Die Statistik spricht für dieses Pferd, das 90 Prozent aller Auftritte ohne Fehler bestreitet hat. Darragh Kenny sprach für alle seine Reiterkollegen: «Die Art, wie diese Show hier gemacht wird, ist brillant, das ist der Weg, den unser Pferde-Business gehen muss. Es ist herrscht eine unglaubliche Atmosphäre.» Feiern lassen konnten sich im Halbfinale vor allem die Paris Panthers. Das Team um den Iren Darragh Kenny auf Romeo, den Ägypter Nayel Nasser auf Lucifer sowie Gregory Wathelet auf Nevados hatte lediglich einen Abwurf von Wathelet zu verzeichnen. Zum Team gehört auch Bill Gates Tochter Jennifer. Neben den Paris Panthers haben sich die Teams Madrid In Motion, Valkenswaard United, Shanghai Swans, Monaco Aces and Cannes Stars qualifiziert. Nicht dabei sind die London Knights: Im Halbfinale hatte Olivier Philippaerts mit H&M Extra zwei Abwürfe, Martin Fuchs mit Clooney einen, fehlerfrei geblieben war nur Ben Maher mit Explosion W.

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