Zum zweiten und zugleich zweitletzten Mal

Der Dressursport ist den Initianten Claudine und Martin Kroll sowie Franz Häfliger nicht nur ans Herzen gewachsen, sie haben mit dem «H1000C»Club auch etwas dafür geleistet. (Foto: kav)

Die zweite Mitgliederversammlung des «H1000C»-Club vom 5. November ist zugleich auch die zweitletzte der im Frühling 2017 gegründeten Sponsorenvereinigung gewesen. Denn mit den Olympischen Spielen Tokyo von Ende Juli 2020 verliert der Club seine Bestimmung. Das Ziel war, die Kader Dressur Elite und Perspektiv im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokyo zweckgebunden und befristet zu unterstützen. Lakonisch hielt deshalb Clubpräsident Franz Häfliger fest: «Mit der Eröffnungseier in Tokyo wird sich der Verein auflösen!» Waren 25'000 Franken im ersten Jahr für Auslandstarts ausbezahlt worden, weist die zweite Jahresrechnung 2018/2019 allerdings nur noch Bankspesen aus. Nicht weil die «H1000C»-Mitglieder die 1000 Franken Beitrag nicht eingezahlt hätten, sondern weil dem Club vom SVPS aus nicht rechtzeitig die Kaderlisten zugestellt worden waren. Die Kader gingen dann doch nicht leer aus – die Beiträge wurden nachträglich ausbezahlt, drei Viertel der Empfängerinnen hätten sich dafür auch bedankt.
Auch wenn die Dressurequipe die Qualifikation nicht geschafft habe, eine Verbesserung in der Equipe sei nach Clubpräsident Franz Häfliger doch sichtbar. Ob die Chance für einen Einzelquotenplatz noch gepackt werden kann, wie Häfliger hofft, ist allerdings auch eher unsicher. Das auf Platz vier gelegene aussichtsreichste Paar Birgit Wientzek Pläge/Robinvale existiert nicht mehr, Estelle Wettstein liegt mit West Side Story auf dem 25. Rang und hat nur noch zwei Turniere gemeldet. Mit Beiträgen aus der «H1000C»-Kasse kann sie bis zur definitiven Vergabe des Quotenplatzes dennoch rechnen; 600 Franken pro Auslandstarts werden jeweils ausbezahlt.
Dass noch an der zweitletzten Mitgliederversammlung schon ausgiebig über die dritte und letzte Versammlung diskutiert werden musste, hatte einen guten Grund. Gut 10'000 Franken werden voraussichtlich noch auf dem Vereinskonto vorhanden sein. Statutengemäss müsste das Geld dem SVPS überwiesen werden, Bettina und Marco Hermann reichten indessen den Antrag ein, das Restvermögen einer im Bereich Tierschutz tätigen Institution zukommen zu lassen. Darüber muss nun an der letzten Versammlung befunden werden, was allerdings noch einer Statutenänderung bedarf.

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