Von: Bettina Keller

Breeders’ Cup-Meeting in amerikanischen Händen

Die Wahl zum «US Horse of the Year» dürfte für den fünfjährigen Hengst Bricks and Mortar nach dem Gewinn des Longines Breeders’Cup Turf über 2400 m nur noch Formsache sein. (Foto: zvg)

Das prestigereiche, zweitägige Breeders’ Cup-Meeting auf der kalifornischen Rennbahn Santa Anita Park bescherte den in Amerika trainierten Vollblütern grosse Erfolge. Einzig die irische Stute Iridessa vermochte die US-Phalanx zu durchbrechen. Sie gewann das Filly&Mare Turf-Rennen über 2000 Meter für ihren Trainer Joseph O’Brien(26). Der Sohn des legendären Aidan O’Brien ist damit der jüngste Trainer mit einem Sieg am Breeders’ Cup und ebenso der jüngste siegreiche Jockey an diesem Meeting. Er gewann 2011 mit St. Nicholas Abbey. Jenes Rennen, der Longines Breeders’Cup Turf über 2400 Meter, ging aktuell an den fünfjährigen Hengst Bricks and Mortar, der damit 2019 ungeschlagen bleibt. Der Schützling von Chad Brown lief erstmals über diese Distanz und gewann nach spätem Finish-Angriff ebenso eindrücklich wie in seinen bisherigen Rennen. Bricks and Mortar beendet damit seine Karriere und dürfte später zum «US Horse of the Year» gewählt werden. Verantwortlicher Star-Jockey war Irad Ortiz jr.(27), der eine halbe Stunde später in der mit 2,2 Mio SFR dotierten Longines Breeders’ Cup Classic (Dirt, 2000m) erneut brillierte. Der Puerto Ricaner lieferte mit dem vierjährigen Curlin-Sohn Vino Rosso ein hervorragendes Rennen. Es war dies der erste Erfolg am Breeders’ Cup für Trainer Todd Pletscher. Irad Ortiz jr.gewann von den 14 Rennen deren vier und darf als «Breeders’ Cup Personality 2019» bezeichnet werden. Pferde aus den USA, Irland, England, Frankreich, Japan, Korea, Deutschland, Kanada und eines aus der Mongolei hatten am Breeders’ Cup teilgenommen. Jenes Letztere, der Publikumsliebling und Globetrotter Mongolian Groom, verletzte sich in der Classic so schwer, dass er nicht mehr gerettet werden konnte. Ob dieses Ereignis mit den bisherigen Verlusten der Rennbahn in Verbindung gebracht werden kann, ist unklar. Seit Dezember 2018 werden in Santa Anita Park 34 tödlich verletzte Pferde beklagt. Die Untersuchungen laufen.

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