France Galop reduziert Peitscheneinsätze

Der Pferderennsport kämpft um Akzeptanz und entwickelt derzeit eine branchenweite Wohlfahrtsstrategie.

In den skandinavischen Ländern liegen Peitschen bereits im Gras, in Frankreich ist die Zahl Einsätze auf fünf reduziert worden. (Foto: zvg)

Das Wohlergehen der Pferde im Sport ist nicht nur in der Schweiz ein Thema. France Galop hat seine Bemühungen fortgesetzt, die sichtbare Präsenz der Peitsche im Rennsport zu verringern, indem er eine neue maximal zulässige Anzahl von fünf Schlägen ankündigte, nur zwei Jahre nachdem von acht auf sechs reduziert worden war. Die neuen Regeln werden am 1. März in Kraft treten, obwohl Stewards bis einschliesslich 14. März nach eigenem Ermessen einen Jockey, der einen sechsten Schlaganfall ausführt, nicht bestrafen dürfen. Die Entscheidung wurde am Mittwoch von der Reglementskommission getroffen.
France Galop ist seit langem der Auffassung, dass die Anzahl der erlaubten Schläge schrittweise reduziert werden sollte, um das Image des Rennsports zu verbessern. Diese Überzeugung wurde 2016 verstärkt, als der französische Rennsportverband einer von sechs Gründungsmitgliedern einer Charta für das Wohlergehen des Pferdes in den USA wurde.
Die Reduzierung führt nun zu einer grösseren Ungleichheit mit den Regeln in Grossbritannien, wo das Maximum sieben und acht Einsätze beträgt, sowie in Irland, wo es keine Grenze gibt. Die bestehenden britischen Peitschenregeln wurden kürzlich von der Regierung gebilligt, die sich überzeugt davon zeigte, dass die geltenden Regeln ausreichen, um die Verwendung der Peitsche im Pferderennen einzuschränken. Allgemeiner ist man sich auch auf der Insel bewusst, dass die Peitsche weiterhin ein Thema der Debatte ist. Denn der Pferderennsport entwickle derzeit eine branchenweite Wohlfahrtsstrategie, die eine weitere Prüfung der Verwendung der Peitsche im britischen Rennsport verlange. In der Schweiz liegt übermässiger Peitschengebrauch vor, wenn es zu einem mehr als dreimaligen Peitscheneinsatzes während des ganzen Rennens kommt.

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