Von: Heinrich Schaufelberger, Bern

«Hengste in Bern» bot kleinen, attraktiven Ausschnitt

Nur fliegen ist schöner – der zehnjährige Arko III-Sohn Arko Junior PMS. (Fotos: Katja Stuppia)

Zusammen 16-jährig: Der fünfjährige Deutsche Reitpony-Hengst FS New Look, brillant vorgestellt von der elfjährigen Léanne de Weck.

Das zahlreich aufmarschierte Publikum erlebte an der nationalen Schau «Hengste in Bern» einen mit 25 Beschälern zwar kleinen, jedoch gehaltvollen und attraktiv inszenierten Ausschnitt aus einem gesamthaft riesigen Angebot. Das OK unter der Leitung von Murielle Lauper hatte im Rückblick auf die letztjährige Hengstschau beschlossen, die Schau betreffend Rassen-Beteiligung etwas zu öffnen. Das Angebot setzte sich nun zusammen aus 15 Warmblütern, einem Anglo-Araber, sechs Freibergern und drei Pony-Hengsten. Zwei Warmblüter wiesen Dressurabstammungen aus. Zwölf sind beim ZVCH gekört, vier davon auch bei Cheval Suisse. Der Anglo-Araber und drei weitere Hengste sind bei Cheval Suisse gekört. Alle gezeigten Freiberger Hengste sind beim Freiberger Verband anerkannt. Bei den präsentierten Ponys handelt es sich um ein vier- und ein fünfjähriges Deutsches Reitpony, beide im Rheinland gekört, sowie um ein 2011 geborenes, für den CHK gekörtes Welsh Mountain Pony. Vom dreijährigen Jüngling bis zum 21-jährigen Leistungshengst in Zucht und Sport war auch ein breites Altersspektrum abgedeckt. Alle Hengste waren gut vorbereitet und wurden ebenso präsentiert. Die von Volker Raulf und Lea Wertheimer in Deutsch und Französisch kommmentierte Schau war äusserst abwechslungsreich zusammengestellt und musikalisch professionell untermalt. Kurz, die traditionelle Schau «Hengste in Bern» wurde erfolgreich dem herrschenden Trend angepasst und dürfte damit trotz der globalisierten Vernetzung auch der Vermarktungsmöglichkeiten ihren angestammten und verdienten Platz in der Schweizer Zuchtagenda verteidigen können.

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