Mechelen im Zeichen der Z-Pferde

Souverän gewann Christian Ahlmann mit dem neunjährigen Schimmelhengst Clintrexo Z die Weltcup-Qualifikation in Mechelen. (Foto: FEI/Dirk Caremans)

Es lief wie am Schnürchen beim Jahresabschluss im belgischen Mechelen für Christian Ahlmann und seine Z-Pferde. Das ganze Wochenende über zeigten sich die Hengste mit dem Z-Brandzeichen frisch und springgewaltig, und am Schlusstag war einer davon in bester Verfassung. Den Turnier-Höhepunkt, die neunte Weltcup-Qualifikation, konnte der Springreiter aus Marl mit dem erst neun Jahre alten Schimmelhengst Clintrexo Z (Clintissimo Z-Rex Z) mit über einer Sekunde Vorsprung im Stechen (0/39,87) vor dem Franzosen Kevin Staut mit Edesa´s Cannary (0/ 40,98) und dem Niederländer Harrie Smolders mit Don V.H.P. Z  (0/41,42). Ludger Berbaum wurde mit Casello Vierter. Im Sattel des Schimmelhengstes hatte Christian Ahlmann schon das Springen gewonnen, zu dem ausschliesslich Hengste zugelassen waren und das dessen Schwiegervater, dem verstorbenen Zangersheide-Gründer Léon Melchior, gewidmet war. Wo wohl die Schweizer Pferdezucht stehen würde, wenn die von Melchior vor gut 20 Jahren geborene Idee, aus dem Gestüt Avenches ein Z-Partnergestüt zu machen, vom Bundesamt für Landwirtschaft aufgenommen worden wäre?
Nur vier Paare schafften es, den anspruchsvollen Parcours fehlerfrei zu meistern und sich fürs Stechen zu empfehlen, darunter auch Ludger Beerbaum und Christian Ahlmann. Der Franzose Kevin Staut setzte mit dem Holsteiner Wallach Edesa’s Cannary (v. Caretino) als erster Starter mit fehlerfreien 40,98 Sekunden die Marke. Der Nummer 1 der Welt, Harrie Smolders, gelang es als nächster Reiter mit seinem Spitzenpferd Don VHP Z nicht (0/41,4), diese Zeit zu unterbieten. Nicht glücklich verlief das Stechen für Ludger Beerbaum. Sein Holsteiner Hengst Casello v. Casall verweigerte nach einer zu eng geratenen Wendung den Einsprung in die Zweifache. Am Ende sollte es Platz vier werden. Als Letzter des Quartetts im Stechen hatte es Christian Ahlmann in der Hand. Sein hochtalentierter neunjähriger Zangersheider Hengst Clintrexo Z flog geradezu über die Hindernisse. Fehlerfreie 39,87 Sekunden bedeuteten den Sieg. Für die zwei Schweizer Pius Schwizer/About A Dream und Arthur Gustavo Da Silva/ Inonstop van T Voorhof gab es kein Punkte: Da Silva wurde 23., Schwizer gab auf.
In der Westeuropa-Liga liegt weiterhin der Schweizer Steve Guerdat mit 58 Punkten in Führung, dahinter Daniel Deusser und Kevin Staut (jeweils 51).

Drucken