Pferdezentrum Ostschweiz muss warten

Kein Name, kein Antrag – ein Entscheid für ein Nationales Pferdezentrum Ostschweiz ist erst in zwei Jahren zu erwarten.

OKV-Vizepräsident Peter Zeller (rechts) bedankt sich bei Präsident Michael Hässig für den Einsatz. (Foto: kav)

Ob die Ostschweiz zu einem Pferdezentrum kommt oder nicht,  ist an der Jahresversammlung des OKV in Wallisellen nicht entschieden worden. Der vor einem Jahr von den Mitgliedern an den Vorstand einstimmig erteilte Auftrag, Abklärungen zwischen den drei möglichen Standorten Frauenfeld, St. Gallen und Horse Park Dielsdorf vorzunehmen und der Delegiertenversammlung 2018 mögliche Projekte zur Abstimmung vorzulegen, wurde fast ebenso einstimmig um zwei Jahre hinausgeschoben. Nähere Erklärungen musste OKV-Präsident Michael Hässig dazu nicht einmal abgeben, weil bereits seit längerem klar gewesen war, dass in St. Gallen die Zeit für nähere Abklärungen mit den Behörden nicht ausgereicht hatte. Dass die Versammlung dennoch weit über den Zeitplan hinaus dauerte, war vorab den zahlreichen Ehrungen zuzuschreiben. Zu Ehrenmitgliedern wurden die zurückgetretenen Ressortchefinnen Patricia Volpez Stern (Nachwuchs) und Yvonne Bont (Concours Complet) gewählt. Dominique Suter ist neu für den Nachwuchs zuständig, Ralph Brovelli für Concours Complet. Freimitglied ist neu Werner Mayer, der 22 Jahre lang als Fahrinstruktor tätig war. Und besonders geehrt wurde Voltige Lütisburg für seine Erfolge an der WM Tryon – Longenführerin Monika Winkler-Bischofberger ist schliesslich auch OKV-Ressortchefin Voltige.
In seinem präsidialen Jahresbericht stellte Michael Hässig den Wert der Freiwilligenarbeit ins Zentrum. Nicht, was der Verein für mich tut, sondern was ich für den Verein tun kann, habe sich jeder einzelne zu fragen. Denn nur durch Freiwilligenarbeit ist der Pferdesport überhaupt durchführbar, wie der OKV-Präsident vorrechnete: «Müsste jedes freiwillig arbeitende Vereinsmitglied nur mit 20 Franken pro Stunde entschädigt werden, würde ein Start in einer Springprüfung 100 Franken kosten!» Die Durchführung der diesjährigen Vereinsmeisterschaft, die nur durch Mithilfe von Helfern aus anderen Vereinen möglich geworden war, hat für Hässig zudem eine neue Ära eingeleitet – grössere Anlässe müssten nicht immer nur von einzelnen Vereinen gestemmt werden, zusammen gehe es besser.  Man wäre nicht beim OKV, würden nicht auch kritische Töne angeschlagen. Bern will Hässig nicht zu einer Wohlfühloase werden lassen, den OKV will er als Regionalverband positioniert sehen, der am meisten Voten an den SVPS-Versammlungen einbringt und die Finanzen immer wieder in Frage stellt.

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