Rennen ohne Peitschen in Südafrika

?Die Beschaffenheit und der Einsatz der Peitsche sind zwar genau vorgeschrieben und werden streng? überwacht, grosse Teile der Bevölkerung sehen das trotzdem sehr kritisch. (Foto: zvg)

Eine möglicherweise wegweisende Serie von Rennen ohne Peitsche wurde in Südafrika eingeleitet, die weltweit den Sport in Bewegung setzen soll. Von der Rennbehörde des Landes wird sie als eine aufgrund des zunehmenden öffentlichen Drucks nötige Reaktion bezeichnet. Der führende südafrikanische Trainer Mike de Kock sprach sich auch für eine Verringerung des Einsatzes der Peitsche aus. Das Maidenrennen in Turffontein wurde am 3. November ausgetragen und vom von de Kock trainierten und im Besitz von Hamdan Al Maktoum stehenden Hawwaam gewonnen. Es wurde am selben Tag ausgetragen, als die Peitschendebatte erneut entfacht wurde durch Christophe Soumillons Peitschengebrauch auf Thunder Snow beim Breeders' Cup Classic. Bereits drei Tage zuvor waren sechs Jockeys im Melbourne Cup sanktioniert worden für Peitscheneinsatz. «Das Rennen war eine nötige Antwort darauf, weil unsere Branche unter Druck steht», sagte der stellvertretende Vorsitzende der südafrikanischen Pferderennbehörde Arnold Hyde. «Wir müssen ein neues Publikum ansprechen - und es besteht die Auffassung, dass Peitschengebrauch ein Bereich des Rennens ist, der von Aussenstehenden in einem negativen Licht gesehen werden kann. Daher wollten wir die Notwendigkeit bekräftigen, dass wir ernsthaft über den Weg nachzudenken haben, den wir bezüglich Peitschengebrauch künftig einschlagen müssen.» In den den nächsten Monaten soll es ein weiteres Rennen ohne Peitschen  geben.
Aus den im Rennen gewonnenen Erkenntnisse sollen nun die Lehren gezogen werden, um sie auf der nächsten Sitzung der Nationalen Pferderennbehörde zu diskutieren. Der Versuch hat offenbar auch bereits das Interesse in Australien geweckt.

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