Keine künstliche Zuchtmethoden bei Vollblütern

Künstliche Zuchtmethoden – im Bild ein Hengst bei der Samengewinnung auf dem Phantom – sind bei Vollblütern auch weiterhin nicht zugelassen. (Foto: zvg)

Die Mitglieder der International Thoroughbred Breeders’ Federation (ITBF) haben an ihrer Generalversammlung am 1. November in Lexington einstimmig gegen die Verwendung künstlicher Zuchtmethoden bei Vollblütern gestimmt. Die Vereinbarung bekräftigt damit die Bemühungen des Verbandes, der sich seit langer Zeit gegen solche Praktiken wehrt, einschliesslich künstlicher Befruchtung, Embryontransfer, Klonen, Sperma-Sex, Gentechnik / Manipulation.  Das Treffen, an dem Vertreter von 16 ITBF-Mitgliedsländern aus fünf Kontinenten teilnahmen, war Teil eines umfassenderen Veranstaltungsprogramms, das von der TOBA veranstaltet wurde.  Die Delegierten diskutierten im weiteren die globalen Trends in der Vollblutzuchtbranche, insbesondere die Polarisierung des Marktes beim Verkauf, die demografische Alterung der Züchter, das Preisgeldniveau und die Anzahl der Rennpferdbesitzer. Der «mittlere Markt» wurde von einem Gremium führender Branchenkenner diskutiert. Geoffrey Russell (Keeneland), Terence Collier (Fasig-Tipton), Brian Graves (Gainesway) und Pete Bradley (Bradley Thoroughbreds), während der Erfolg des Retired Racehorse-Projekts in den USA in einer Präsentation von Jen Roytz geteilt wurde. Eine ähnliche Präsentation wurde von den französischen Delegierten gehalten, die ihre Wohltätigkeitsorganisation zur Förderung der Umschulung von Rennpferden vorstellten. Die Veterinärsitzung umfasste Diskussionen über Infektionskrankheiten bei Pferden, die Bedeutung von Biosicherheitsmassnahmen, die Entwicklung von EHV-Impfstoffen und die Genomforschung. Ein weiteres Referat befasste sich mit der Ethik der Medikation auf Vollblutpferde-Auktionen, wobei die grosse Diskrepanz in dieser Frage zwischen amerikanischen und anderen Auktionsplätze auffiel.

Drucken