SVPS macht Ethik zum Pflichtfach

Der Schweizerische Pferdesportverband nimmt seine Mitglieder in die Pflicht: Alle ihm angeschlossenen Vereine und Verbände haben sich den Ethischen Grundsätzen zu unterstellen, denen an der Herbstversammlung zugestimmt wurde. Problemlos schafften die Wahl in den SVPS-Vorstand die drei vorgeschlagenen Nayla Stössel, Franz Häfliger und Damian Müller.

SVPS-Präsident Charles Trolliet (rechts) gratuliert Franz Häfliger, Nayla Stössel und Damian Müller zur Wahl in den Vorstand. (Foto: kav)

Der Schweizerische Verband für Pferdesport SVPS setzte an seiner Herbstversammlung ein starkes Zeichen nach aussen. Nach den Worten von Präsident Charles Trolliet wäre eine Genehmigung von Ethischen Grundsätzen durch die Mitglieder laut Statuten nicht einmal notwendig gewesen. Doch mit der Verabschiedung durch die Mitglieder soll erreicht werden, dass alle angeschlossen Verbände und Vereine auch dahinter stehen, denn bei den Grundsätzen handle es sich um eine «Vision und Deklaration». Die Ethischen Grundsätze setzen nicht nur Leitlinien für den Umgang mit dem Pferd, sie betreffen ebenfalls die zwischenmenschliche Ebene. Auch wenn nach Trolliet oft keine eindeutige Antwort gegeben werden könne, mit den verabschiedeten Grundsätzen soll erreicht  werden, dass der Pferdesport in unserer Gesellschaft ethisch vertretbar bleibe.
Nicht weniger bedeutend für die Zukunft des Pferdesportverbandes war die Wahl von drei neuen Vorstandsmitgliedern für die Periode 2019–2022. Zu ersetzen gibt es Peter Christen, Claude Nordmann und Werner Rütimann. Die Herkunft der vorgeschlagenen Personen ist für die Zukunft des SVPS vielversprechend. Nayla Stössel ist als OK-Präsidentin des CSIO St. Gallen auf internationaler Ebene bestens vernetzt und ist zudem in der Araberszene verwurzelt. Franz Häfliger ist mit dem Sport seit Jahrzehnten vom Sattel wie vom Richtertisch aus vertraut und arbeitete in Verbänden und Vereinen in verschiedensten Chargen mit. Damian Müller, der zukünftige Vizepräsident, sorgt als pferdevertrauter Ständerat für die nötige Nähe zur Politik, was dem Pferd gerade im Bereich Umwelt nur zum Vorteil sein kann.
Grundsätzlich einverstanden waren alle Anwesenden mit dem Budgetentwurf für 2019, das einen Gewinn von 18'000 Franken veranschlagt und nach den Worten von Finanzchefin Gisela Marty den Richtlinien einer ausgeglichenen Rechnung entspreche. ZKV-Präsident Bruno Invernizzi wünscht sich einzig, dass die Gebühren gut im Auge zu behalten seien und nicht ständig höher würden.

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