Tryon zum zweiten?

Drei Monate später – und die WEG 2018 wären sensationell gewesen, liess Tryon-Chef Mark Bellissimo verlauten. (Foto. zvg)

Die World Equestrian Games 2018 sind vorbei. Gross ist die Frage, ob sich für 2022 wieder ein Veranstalter finden lässt? Einer hat sich bereits gemeldet – Mark Bellissimo, der WM-Gastgeber von Tryon 2018. Dies jedenfalls hat er an einem Pressegespräch zum Ausdruck gebracht, an welchem der Chef des Tryon International Equestrian Centers über seine Visionen informieren wollte. Von den vielen Pannen, die das Weltpferdefest prägten, war dabei nicht gesprochen worden, wohl aber, dass in drei Monaten die WEG sensationell gewesen wären, schliesslich seien in das 1600 Hektar grosse Gelände nicht weniger als 250 Mio. Dollar investiert worden. Auch Ingmar de Vos war beim Gespräch dabei und konnte natürlich nicht viel über die Baustelle WEG sagen, schliesslich war er heilfroh gewesen, dass Bellissimo nach der Absage von Bromont vor eineinhalb Jahren die WEG übernommen hatte.  Für den Aufbau standen zudem nur gerade 18 Monate Zeit zur Verfügung.  Dabei erwähnte der FEI-Präsident, dass er für 2022 noch einen Ort suche. Und da Bellissimo um die Probleme der FEI weiss, einen Austragungsort für 2022 zu finden, geht er schon in Stellung und rät dem Weltpferdesportverband, je einen WM-Standort in Europa und den USA festzulegen. Für Tryon hat er auch schon Vorstellungen und will die WM auffrischen, verjüngen und cooler machen. Zum Beispiel mit dem in England populären «Gladiator Polo», für das de Vos allerdings überhaupt kein Gehör hatte, dafür aber festhielt: « Du musst dich immer neu definieren, der Sport entwickelt sich und wir befinden uns in einem stark konkurrierenden Umfeld mit anderen Sportarten und anderen Arten der Unterhaltung.» Ob das Konzept Tryon in die Entwicklung des Pferdesports passt, will der FEI-Präsident mit Bellissimo noch analysieren.

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