Vor aller Augen, doch die Offiziellen schauten weg

Zuschauer zeigten sich in Givrins empört über das Abreiten des österreichischen Konkurrenten R.K., die Organisatoren griffen aber nicht ein. (Foto: zvg)

«Reining ist ein wunderbarer Sport», wurde auf der Homepage der CS Ranch in Givrins im Hinblick auf die «SVAG CS Classic im Vorfeld geworben.  Doch nicht alle Besucher haben sich, wie sich das die Organisatoren im Voraus wünschten, «in die Pferde und den Sport verliebt und schöne und spektakuläre Tage genossen.» Im Gegenteil: Das vom österreichischen Teilnehmer R.K. praktizierte Abreiten sorgte am 7. Juli bei Zuschauern für Entrüstung. Und weil auch ein zweimaliges Vorsprechen bei den Organisatoren nichts brachte, wurde der Reiter letztlich gefilmt. So etwas dürfe doch in aller Öffentlichkeit an einem Turnier einfach nicht passieren und ungeahndet bleiben, sagte sich eine Schweizer Westerntrainerin und wurde aktiv, weil es Jahr für Jahr schlimmer werde. Zu sehen seien auf den Filmen zudem nicht einmal die schlimmsten Szenen, wird dazu gesagt. Aus lauter Verzweiflung habe das Pferd anfänglich auch zu buckeln und vor Panik zu zittern begonnen. Und der Österreicher war nicht einmal ein Einzelfall. Eine Reiterin stoppte ihr Pferd, indem sie in den Aussenzaun hineinritt. Ein anderer Konkurrent zog das Nasenband dermassen fest an, dass alles blau anlief. Frustrierend für die Trainerin ist, dass solch schlechte Bilder ein falsches Bild des Westernsports vermittelten und bei Einsteigern den Eindruck hinterlassen würden, so müsse eben geritten werden. Denn häufig seien diese Konkurrenten am Schluss noch vorne klassiert.

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