Gutes Reiten beginnt im Kopf

Zucht und Sport in einer Hand: Gestütsbesitzerin Barbara Keller organisierte mit dem Weltklassereiter Andrew Hoy eine Masterclass. (Fotos: Katja Stuppia)

Von Andrew Hoys Wissen konnten auch drei SVPS-Nachwuschsreiter – im Bild Nadja Minder – profitieren.

Was der australische Militaryreiter Andrew Hoy in 50 Jahren von den Pferden tagtäglich lernte, hat er in seiner im Gestüt Hasenacher ob Herrliberg durchgeführten Masterclass eindrücklich demonstriert. Ob nun junge Hasenacher-Schecken oder bereits erfahrene CC-Pferde in der Reithalle des angrenzenden Rütihofs waren, eindrücklich für die interessiert zuhörenden und zuschauenden Besucherinnen und Besucher war zu sehen, wo der seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Reitern zählende Hoy die Trainingsschwerpunkte setzt. Und wie richtig er damit liegt, zeigen seine drei Gold- und eine Silbermedaillen aus sieben Olympiateilnahmen, fünf WM-Starts und Siegen in den 4****-Prüfungen von Badminton, Burghley, Kentucky und Luhmühlen. Auf welchem Niveau sich die Masterclass-Reiterinnen und Reiter auch befanden, stets verlangte Andrew Hoy auch in einfachen Übungen beim Reiten über Stangen oder Cavalettis ein höchst konzentriertes Reiten, das im Kopf zu beginnen hat. Denn was unterer Stufe nicht harmoniert, lässt sich für Hoy auch auf höherem Niveau nicht erreichen. Wobei für ihn das Reiten stets eine Win-Win-Situation für Reiter wie Pferd sein. Doch nicht nur von den Lektionen mit Andrew Hoy zeigten sich die Masterclass-Teilnehmer beeindruckt. Auf nicht weniger Interesse stiess der Gestütsrundgang. Barbara Keller sieht ihre Zuchtstätte als ein Boutique-Gestüt, das sich zum Ziel setzt, erstklassige und gesunde Sportpferde in exklusiver Scheckenjacke herauszubringen. Zwei Youngsters führten vor Augen, dass dank besten Genen aus der ganzen Welt der Hasenacher auf gutem Weg ist.

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