Emilio fühlte sich wie 90 Prozent an

In Paris könnte Isabell Werth den zweiten Weltcupsieg in Folge und den vierten insgesamt gewinnen. (Foto: fei)

Im Qualifikations-Grand Prix für die Weltcup-Kür von ’s-Hertogenbosch war der Abstand zwischen Isabell Werth und Edward Gal mit Zonik noch knapp gewesen, in der Kür siegte die Titelverteidigerin dann mit ihrem Westfalen Emilio überlegen. Sowohl im Bereich Musik und Interpretation als auch für die Harmonie zwischen Reiter und Pferd erhielt das Paar die Idealnote 10 – Kriterien, die vierfach zählen. Für die Ausführung der Lektionen gab es einige Male die 9 sowie die 9,5 für die Piaffen. Der zehnjährige dänische Zack-Sohn wurde mit 83,90 Prozent bedacht. Das ist Rekord für das Paar bei seinem dritten Weltcup-Auftritt. Für das Weltcup-Finale in Paris (11. bis 15. April), wo Werth sich ihren zweiten Titel in Folge und ihren vierten insgesamt abholen könnte, ist Weihegold das Pferd der Wahl. Die Oldenburger Don Schufro-Tochter hat diese Saison jede Prüfung gewonnen, die sie gegangen ist. Aber Emilio zeigte, dass er ein würdiger Vertreter wäre. Isabell Werth nach ihrem Ritt: «Emilio hat heute eine deutliche Verbesserung gezeigt. Er fühlte sich an wie 90 Prozent.» Die wurden es nicht ganz. Der 14-jährige Ehrenpreis-Sohn erhielt 87,405 Prozent von den Richtern. Auf den Plätzen drei und vier findet man Cennin unter Madeleine Witte-Vrees und Zaire unter Jessica von Bredow-Werndl.
Ob es der Schweizerin Marcella Krinke Susmelj für den Final in Paris reicht, ist noch ungewiss. Die neun besten Paare – je drei pro Nation – sind startberechtigt, bis Platz 14 kann nachgerückt werden, wenn ein Paar auf den Start verzichtet. Krinke ist im Lauf der Qualifikation auf 42 Punkte gekommen und liegt damit auf dem 11. Rang hinter der Spanierin Morgan Barbançon Mestre. Als Sieger in der Westeuropaliga steht der Schwede Patrick Kittel fest vor den beiden Deutschen Dorothee Schneider und Jessica von Bredow-Werndl.

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