Der White Turf handelt

Annina Widmer leitet den neuen Bereich Racing.

Nach den schwierigen letzten Jahren und dem Abbruch des dritten Renntages Ende Februar geht der White Turf in seiner Problembewältigung forschen Schrittes weiter. Nun führt der Abgang von CEO Silvio Staub zu einer neuen Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandes des Rennvereins St. Moritz, wie einer heute veröffentichten Medienmitteilung zu entnehmen ist. Um die Belange des Pferderennsports wird sich fortan Annina Widmer als Verantwortliche im Bereich «Racing» kümmern, um den Bereich «Events» René Schnüriger, der langjährige Sponsoringverantwortliche des White Turf. «Weniger ist mehr», kann man zu dieser «internen» Lösung sagen, wird dadurch doch die vorhandene Kompetenz verstärkt gewichtet, was auch das Festhalten an bewährten Partnern der Organisation zeigt. Als erfreulicher Nebeneffekt dürfte sich der Verzicht auf teures Outsourcing positiv auf die Jahresrechnung  auswirken.

«Die Bedürfnisse der Aktiven stehen im Mittelpunkt massgeblicher Veränderungen», wird der Rennvereinspräsident Thomas C Walther in der Medienmitteilung zitiert. Diese Veränderungen soll die Veterinärin und Rennpferdebesitzerin Annia Widmer (Stall Red Cap) voran treiben, die im letzten Jahr in den Vorstand gewählt worden ist. Widmer ist auch Vorstandsmitglied im Rennverein Zürich und Mitglied in der Ausschreibungskommission von Galopp Schweiz. Diese Aufgaben wird sie weiter wahrnehmen, reduzieren will sie indes die Arbeit in ihrer Tierarzt-Praxis, zumal die Aargauerin nun vermehrt im Oberengadin weilen wird.

Neben den strukturellen Veränderungen in der Führung des Rennvereins St. Moritz liegt das grosse Augenmerk auf der Aufarbeitung des Unfalls vom 26. Februar. Die Staatsanwaltschaft Graubünden will ihre Ermittlungen erst nach der Befragung des schwer gestürzten Jockeys George Baker abschliessen. Obschon die Rekonvaleszenz des Engländers gute Fortschritte macht und er bald von London in ein Rehabilitationszentrum in der Nähe seines Wohnorts verlegt werden kann, konnte er zum Umfallhergang noch nicht befragt werden. Für eine Untersuchung der Eisbildung auf den Oberengadiner Seen genehmigte der Gemeinderat St. Moritz am Donnerstag einen Kredit von 212'000 Franken. Das Projekt «Klimaanpassungsstrategie Seeeis Oberengadin» soll professionell erarbeitete Grundlagen liefern, um den Teilnehmern von Veranstaltungen auf den winterlichen Seen die erforderte Sicherheit zu bieten.

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