Spike bleibt auf Schnee ungeschlagen

Mit Nathalie Homberger im Schlitten war Spike auch im GP Pontresina nicht zu schlagen. (Foto: swissimages/Andy Mettler)

Es war sein vierter Start auf Schnee, und er bleibt ungeschlagen: Der zwölfjährige Spike hat auch den «BMW – Grosser Traberpreis von Pontresina» am zweiten White-Turf-Renntag in St. Moritz in einem Stil gewonnen, den man nicht alle Tage sieht. Vom letzten Platz kommend zeigte Fahrerin Fanny Homberger keine Nerven, schob sich mit dem Schützling von Nathalie Gonin in der Gegenseite allmählich nach vorne und lag zu Beginn der Geraden bereits in einer guten Position. Von da an gab es kein Halten mehr. Spike preschte durch das Feld und besass im Ziel sechs Längen Vorteil. Für Rubis du Gilet (Armin Koller) und Super Berry Chenou (Jean- François Johner) blieben nur die weiteren Plätze.
Den CREDIT SUISSE – GP von Silvaplana gewann der von Franco Moro gesteuerte und von Christian von der Recke im deutschen Weilerswist trainierte Perfect Swing mit einer Länge gegen die klare Favoritin Usbekia und deren Fahrerin Valeria Holinger. «Ich dachte schon, dass Usbekia davonzieht, aber ich konnte mit Perfect Swing an der Innenseite bleiben. Der Wallach hat immer wieder angezogen, und am Ende reichte es für uns», meinte ein hocherfreuter und von den Zuschauern bejubelter Franco Moro. Platz drei ging an Chanell mit Fahrer Jakob Broger.
Britischer Sieg im GP LONGINES. Berrahri aus dem Stall von John Best gewann wie ein Pferd vom anderen Stern. Der brasilianische Jockey Dayverson de Barros lag mit Berrahri Start-Ziel in Front und verabschiedete sich in der Geraden von den chancenlosen Gegnern mit sieben Längen Vorteil. John Best kündigte schon vor dem Rennen an, dass Berrahri am LONGINES 79. Grosser Preis von St. Moritz in einer Woche teilnehmen soll. November Rain (Clément Lheureux) und Fiesta (Tim Bürgin) belegten die Plätze.
Einen Aussenseitersieg gab es durch den von Philipp Schärer trainierten und von Tim Bürgin gerittenen Dancing Diamond in der GP Christoffel Bau Trophy. Bereits Mitte der Geraden lag indes Cool Sweety (Milan Zatloukal) aus dem Quartier von Miroslav Weiss im Preis White Turf Jockey Club in Front und siegte mit einer Länge vor Sleeping Giant (Raphael Lingg). Nachdem die von Josef Stadelmann trainierte Fleur d’Ipanema am ersten Rennsonntag nur knapp einen Sieg verpasste, verliess die im Besitz des Engadiner Stalles ForzAgricula von Duri Casty laufende Stute nun das Eisgeläuf als Gewinnerin.
Der Wallach Top Winner wurde im Preis des Handels- und Gewerbeverein und Koller Elektro seinem Namen gerecht. Nachdem er vor einer Woche keine Siegchance besass, nutzte sein Trainer und Fahrer Marcel Humbert in der Geraden den kurzen Weg an der Innenseite und verwies den lange führenden Ubar Rose (Loris Ferro) mit eineinhalb Längen Vorteil auf den zweiten Rang vor Anshy (Silvan Krüsi).
«Ich freue mich, dass die Siege in unterschiedliche Ställe gingen, und dass auch Aussenseiter nach vorne liefen. Sensationell ist für mich der Ausgang beim Skikjöring, denn spannender kann es zum Finale nicht mehr werden», fasste Annina Widmer den Renntag zusammen, das für den Rennsport zuständige Vorstandsmitglied von White Turf.

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