Runde Tische sollen Lösungen bringen

Die Abfertigung von Pferden soll am Zoll Basel besonders hindernisreich sein. (Foto: zvg)

Aktueller hätte die Monatsumfrage im Kavallo 1/2018 zu den Importkontingenten nicht sein können. Denn auf den 16. Januar ist vom Bundesamt für Landwirtschaft zu einer Sitzung am runden Tisch eingeladen worden. Anlass dazu gab unter anderem die Forderung des Freibergerverbandes, der eine Senkung der 3822 Importkontingente um 500 Stück pro Jahr für Equiden verlangt. Der Freibergerverband wird denn auch mit einer 5-köpfigen Delegation zu diesem Gespräch anreisen, nebst Präsident Jean-Paul Gschwind wird ebenso Ständerätin Anne Seydoux dabei sein, die im Parlament ein Postulat eingereicht hatte und sich darin beim Bundesrat unter anderen nach Massnahmen erkundigte, wie die Freibergerzucht gefördert werden könnte. Eine Reduktion der Kontingente lehnt der Bundesrat in seiner Antwort allerdings ab. Von Züchterseite her wird auch der Verband Schweizer Pferdezuchtorganisationen und der ZVCH anwesend sein. Interessiert an einer besseren Regelung mit den Importkontingenten ist aber vor allem der Pferdehändlerverband, der über die gegenwärtige Lösung alles andere als glücklich ist und klar zum Ausdruck bringt, dass mit den 3822 Kontingenten und den jährlichen inländischen Fohlengeburten nicht einmal die Remontierung des gesamten Pferdebestandes von gegenwärtig 110'000 Equiden zu realisieren sei. Nach Bern reisen wird zudem Jean-Pierre Kratzer, ist doch auch der Rennsport stark von der momentanen Regelung betroffen.
Doch das ist nicht der einzige runde Tisch, der von der Pferdebranche gefordert wird. Am Rande des momentan stattfindenden CSI Basel verlangte Hans Brändlin von Interfracht eine Aussprache mit dem Zollamt Basel, weil die Zollabfertigung von Pferden gegenüber anderen Branchen wie der Tour de Suisse oder der Uhren- und Schmuckmesse klar benachteiligt sei. Als Beispiel nannte er die Einfuhr der drei Springpferde des Franzosen Kevin Staut. Der von Staut angegebene Wert der Pferde von 150'000 Franken sei nicht akzeptiert worden, per Telefon hätten die drei Pferde mit einer Werterklärung von 2'976'000 Franken deklariert werden müssen. SVPS-Vorstandsmitglied Werner Rüttimann sicherte deshalb zu, dass das Thema an der nächsten Vorstandssitzung zur Sprache komme.

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