Jockey George Baker reitet nie mehr

George Baker muss seinen Beruf als Jockey aufgeben.

Wie die englische «Racing Post» berichtet, wird George Baker nie mehr in den Rennsattel steigen. Der 35-jährige Jockey hatte sich im Februar am White Turf in St. Moritz bei einem Sturz gravierende Verletzungen zugezogen, von denen er sich relativ gut erholte. Doch schon während der Rekonvaleszenz wiesen die Ärzte den Jockey darauf hin, dass ein neuerlicher Sturz schreckliche Konsequenzen haben könnte. Baker, der ein Gehirntrauma erlitt und nach dem Unfall wieder Laufen lernen musste, sagt: «Irgendwie wusste ich schon lange, dass ich nie wieder Rennen reiten kann. Ein weiterer Schlag auf meinen Kopf wäre nicht gut.» Baker hofft nun, durch andere Aufgaben dem Pferderennsport verbunden bleiben und damit ein Einkommen finden zu können.

Derweil ist der White Turf an der intensiven Vorbereitung des Meetings 2018. Künftig sollen zur Einschätzung des Geläufs auf dem See zusätzliche technische Hilfsmittel wie Infrarotkamera oder Radarmessgerät verwendet werden. Auch althergebrachte Expertise wird reaktiviert. Anfang Januar ist ein runder Tisch mit allen bisherigen Pistenchefs sowie erfahrenen Spezialisten in Sachen Schnee und Eis geplant. Die Veranstalter hoffen, dass all diese Massnahmen weitere Unfälle mit tragischen oder gar fatalen Folgen für Mensch und Tier verhindern können. Letztlich aber wird einzig das Klima darüber entscheiden, ob der White Turf auf dem See von St. Moritz eine Zukunft hat.

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