2. Versteigerung: Zurück zur Normalität

42'600 Franken wurden für die 36 Hefenhofer Pferde erzielt. (Foto: Berner Zeitung)

Die 2. Versteigerung von Pferden aus dem Betrieb von Ulrich K. aus Hefenhofen lockte nicht nur weit weniger Interessenten in den Sand als Mitte August beim ersten Verkauf, der Ablauf war ein Zurück zur Normalität, wie Freibergerexperte Henry Spychiger meinte, der wiederum als Auktionator wirkte und zuvor als Schatzungsexperte tätig gewesen war. Zum Verkauf gelangten 36 Pferde, die den Sommer auf Alpen im Bündnerland verbracht hatten und vor gut zehn Tagen von Fläsch GR ins Armeekompetenzzentrum Sand bei Schönbühl überführt wurden. Bis alle Pferde verkauft waren, mussten drei Versteigerungsrunden durchgeführt werden. Wie die Thurgauer Staatskanzlei mitteilte, wurde beim zweiten Vekauf ein Erlös von 42'600 Franken erzielt. Die Preise bewegten sich zwischen 600 und 2100 Franken. Beim Verkauf der gut 80 Pferden im August waren 140'000 Franken eingenommen worden, wobei damals ein Höchstpreis festgelegt worden war, so dass praktisch immer das Los über den Zuschlag entscheiden musste.
Auch wenn nun wohl die meisten Pferde – zwei sind bekanntlich von der Alp Dürrboden unberechtigterweise abtransportiert worden, fünf sollen sich in in Mels SG und weitere in der Innerschweiz befinden – vom Hof des Landwirts und Pferdehändlers Ulrich K. verkauft sein dürften, abgeschlossen wird der Fall damit noch nicht sein. In einer von Schweiz-Aktuell ausgestrahlten Sendung hatte K. angekündigt, dass der ganze Fall noch ein juristisches Nachspiel haben werde. Klar ist aber jetzt schon, dass für den Kanton Thurgau ein gewaltiger Image-Schaden entstanden ist, den es nun aufzuarbeiten gelte.

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