Paul Estermann verzichtet auf die EM Göteborg

Die gegen ihn eingeleitete Strafuntersuchung lässt Paul Estermann auf eine EM-Teilnahme verzichten. (foto: zvg)

Die Schweizer Springreiter werden die EM in Göteborg vom 22.–27. August ohne Paul Estermann bestreiten. Grund dafür ist, dass diese Woche gegen ihn eine Strafuntersuchung eingeleitet wurde wegen Verdacht auf Tierquälerei, so dass er nach Absprache mit dem Pferdesportverband auf eine Teilnahme an der EM wie auch an anderen Nationenpreisen vorläufig verzichten wird. Im vergangenen März wurde er von einem ehemaligen Mitarbeiter bei der Kantonspolizei Luzern angezeigt, er habe zu Hause im Training seine Stute Castlefield Eclipse so brutal geschlagen, dass sie am Bauch blutende Wunden davon getragen habe. Für die EM nachselektioniert wurde nun Janika Sprunger mit Aris CMS. Damit vertreten folgende Paare die Schweizer Farben in Göteborg: Romain Duguet mit Twentytwo des Biches, Martin Fuchs mit Clooney III, Steve Guerdat mit Bianca oder Hannah III, Janika Sprunger mit Aris CMS und Nadja Peter Steiner mit Saura de Fondcombe. Ein Resultat aus der eingeleiteten Strafuntersuchung liegt freilich noch nicht vor, so dass gegen Estermann weiterhin die Unschuldsvermutung gilt. Den Fall publik machte mit grossen Bildern die Zeitung «Blick», die sich bei ihrer Titelgeschichte auf die Aussagen des einstigen Pferdepflegers von Estermann stützte.

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