Zwei WM-Titel und 160'000 Euro für ein Fohlen

Überzeugender Sieger bei den Fünfjährigen an der WM der Junge Dressurpferde wurde Don Martillo (v. Don Juan de Hus/Benetton Dream) unter Ann-Christin Wienkamp. (Foto: Hippophoto)

Die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Ermelo/Niederlanden glichen einem Hannoveraner Triumphzug. Don Martillo wurde Weltmeister der Fünfjährigen. Lordswood Dancing Diamond gewann den Titel bei den Sechsjährigen. Beide siegten souverän mit über 0,5 Punkten Vorsprung. Bei den Siebenjährigen wurde Sultan des Paluds Zweiter. Für die Hannoveraner jagten sich an diesem Wochenende die Höhepunkte: Ein Sturm der Begeisterung fegte durch die vollbesetzte Niedersachsenhalle in Verden, als das Fohlen Be my Beauty Queen (Bonds/San Amour) für 160’000 Euro versteigert wurde. Ein Preis, der in Hannover noch nie erreicht wurde.
Als amtierender Bundeschampion war der fünfjährige Don Martillo v. Don Juan de Hus/Benetton Dream nach Ermelo gereist. Schon in der Qualifikation lief mit Ann-Christin Wienkamp im Sattel alles perfekt, und auch im Finale wurde ihr Auftritt mit Höchstnoten bewertet. Andreas Helgstrand aus Dänemark kam mit dem Oldenburger Ferrari (Faundation–Blue Horse Hotline) auf den 2. Platz vor dem Landsmann Jan Moller Christensen mit Hesselhoej Donkey Boy (Era Dancing Hit–Milan).
Ebenso souverän holte sich Lordswood Dancing Diamond (v. Dancier/Wolkenstein II)  mit Ann-Kathrin Pohlmeier den Titel bei den Sechsjährigen. Auch er ist Bundeschampion und hat im vergangenen Jahr bereits die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften gewonnen. Zudem war er 2014 und 2015 Vizebundeschampion der Reitpferde. Der Totilas-Sohn Governor-Str belegte mit Adelinde Cornelissen den 2. Platz, Severo Jesus Jurado Lopez platzierte sich mit dem Oldenburger Que Filou (Quarterback–Stedinger) auf dem 3. Rang. Der Spanier hatte bei den Siebenjährigen die Stute Fiontini am Vortag zum dritten WM-Titel geritten. Kirsten Brouwer (Niederland) und Sultan des Paluds (Soliman de Hus) gewannen Silber, Anne Troensegaard (Dänemark) und Kipling (Hofrat) holten Bronze.
Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 700'000 Euro, einem Durchschnittspreis von 50'000 Euro bei den Reitpferden und nicht weniger als durchschnittlich 14'700 Euro pro Fohlen schloss die am Samstag durchgeführten Excellent Dressage Sales. Insgesamt wurden an der Auktion 22 Fohlen, neun Reitpferde und ein Embryo versteigert. Auktionsspitze wurde der in Oldenburg und Rheinland Westfalen gekörte Hengst Barroso. Er wurde für 145’000 Euro von französischen Investoren gekauft. Auf der vielbesuchten Auktion wurde Marosi zum teuersten Fohlen. Der Daily Diamond-Nachkomme wechselte für 45'000 Euro den Besitzer.

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