Standing Ovation und Nationalhymne für Skelton und Big Star

Big Star, Nick Skelton und Pfleger Mark Beaver beim Abschied vor royaler Kulisse in Windsor. (foto: zvg)

Es waren emotionale Momente an der Royal Windsor Horse Show, als Nick Skelton sein Versprechen «Wenn er geht, gehe ich auch!» einlöste. Mit «er» war sein Hengst Big Star gemeint, der dem 59-jährigen Briten im letzten Sommer an den Olympischen Spielen in Rio zur Goldmedaille im Einzelspringen verholfen hatte, nachdem er vier Jahre zuvor in London schon Gold mit der Mannschaft gewonnen hatte. Aber für Skelton hatte es sich gelohnt, Kaufangebote bis zu 15 Mio. Euro auszuschlagen, denn olympisches Einzelgold hatte ihm in seiner 40-jährigen Karriere noch gefehlt. Aber neben dem KWPN-Hengst Big Star, der 2008 zu ihm kam, hatte Skelton noh viele weitere aussergewöhnlich Pferde wie etwa Dollar Girl, das zuvor von Thomas Fuchs geritten worden war. Mit Skelton im Sattel gewann die Stute Mitte der 1990er Jahre nicht nur 1,17 Mio. Euro, das Paar wurde 1995 Weltcupsieger und kam zweimal mit EM-Mannschaftssilber nach Hause.
Als Nick Skelton  nach einer letzten Runde vor der Kulisse des Schlosses Windsor den Sattel von Big Star nahm, da blieb wohl kein Auge trocken und alles erhob sich von den Bänken für eine Standing Ovation. Zu den Klängen der Nationalhymne führte er seinen Big Star durch die Arena und setzte hinter eine 50-jährige Karriere mit Höhen und Tiefen den Schlusspunkt. 

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